Josef Ackermann über das Risiko der falschen Anklage

Auszug aus dem Spiegel vom 3. April 2010:

Ackermann erzählt, dass seine Juristen in Amerika ihn jetzt angewiesen hätten, sofort den Fahrstuhl zu verlassen, wenn eine Frau einsteige und er allein sei – sie sagen, das Prozessrisiko sei sonst zu groß. Es ist eine Geschichte aus einer verrückten Welt: Alle am Tisch lachen und schütteln den Kopf.


Update
17. Mai: Durch eine Erwähnung des Fahrstuhl-Verbots in der Basler Zeitung erhält das Ackermann-Zitat freilich eine ganz andere Bedeutung:

«Es ist ein offenes Geheimnis, dass DSK ein Problem mit Frauen hatte», so der Autor der Zeitung. So soll Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy ihm gar geraten haben, als Chef des Internationalen Währungsfonds nicht mehr «alleine mit einer Frau im Fahrstuhl zu fahren.»

Naja, nehmen wir an, dass Sarkozy weiß, wovon er spricht. Armer Josef Ackermann.

4 Responses to “Josef Ackermann über das Risiko der falschen Anklage”

  1. “Das Prozessrisiko zu gross”? Ganz klar. Diese armenarmen machtvollen Männer müssen ja ganz generell damit rechnen, dass irgend eine böseböse Frau kommt und ihm die ganze Karriere kaputt macht. Speziell Hotelangestellte in Luxusetablissements. Die lassen sich ja nur deswegen dort anstellen, damit sie belästigt werden und sie danach endlich vor Gericht dürfen. Im Grunde genau das, was sich jede Frau wünscht: sich vor aller WElt exhibitionieren. Mann kennt dass jaa. Oderr. Oderrrrrr?????????

  2. Ah. Findet nicht Joseph A., dass Frauen im Vorstand etwas Farbe ins Geschäftsleben bringen? Wahrscheinlich nur so lange sie die Treppe benützen. Im Fahrstuhl wird’s ihm – oder seinen Anwälten – offenbar schnell zu bunt.

  3. Ich versteh gar nicht wieso sich so viele Leute darüber lustig machen – Fakt ist, dass Frauen sehr berechnend sein können und es nicht völlig abwegig ist, dass die ein oder andere auch eine Fahrstuhl-Situtation ausnutzen würde, um eine vermeintliche sexuelle Belästigung anzuzeigen.

    Männer, die sehr viel Macht inne haben, sind ein beliebtest Opfer für Intrigen, egal, ob die nun aus reiner Eifersucht einer verschmähten Frau oder als Machwerk eines politischen/wirtschaftlichen Gegners abgewickelt wurden.

    Ganz so unsinnig finde ich die Aussage der Anwälte wirklich nicht.. Solange keine Kamera in den Fahrstühlen ist, steht prompt Aussage gegen Aussage und egal, ob eine Belästigung stattfand oder nicht, der Ruf ist ruiniert (und das nicht immer zu Recht)

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